Ihr Kinderlein singet, oh singet doch all!

„Stiiihile Nacht, heilige Nacht, alles schläft, einer wacht …“ Na, sind Sie schon am Mitsingen? Den Klassiker unter den Weihnachtsliedern hat so gut wie jeder im Kopf und wer an Heilig Abend die Christmette besucht, kann sich zu 100 % darauf verlassen, dass dieses Lied zum Einsatz kommt. Doch bereits längst vor dem Weihnachtsfest wird man in Geschäften und Supermärkten mit entsprechenden Melodien beschallt. Weihnachten und Weihnachtslieder gehören untrennbar zusammen. Das macht sich auch in der Schule und im Kindergarten bemerkbar, denn hier wird zur Weihnachtszeit ebenfalls das eine oder andere Weihnachtslied angestimmt. Kein Kind kommt somit am Weihnachtslied vorbei. Aber wie ist das bei Ihnen daheim? Singen oder nicht singen, das ist hier die Frage.

Kindheitstraum oder Kindheitstrauma?

Oft hält man es so, wie es in der eigenen Kindheit erlebt wurde. Wer das Singen im Familienkreis geliebt hat, möchte dieses Erlebnis an die eigenen Kinder weitergeben. Wer dagegen nur mit Schrecken an den Singzwang zurückdenkt, hat derlei Ambitionen selbstverständlich nicht. Und wer davon überzeugt ist, selbst keinen geraden Ton herauszubringen, wird das gemeinsame Singen ebenfalls tunlichst vermeiden. Dabei aber womöglich Gewissensbisse empfinden, denn das Singen von Weihnachtsliedern unterm Weihnachtsbaum genießt nach wie vor einen hohen Stellenwert.

Wie wichtig ist denn nun das Singen im Familienkreis? Bis zu einem gewissen Alter finden es alle Kinder toll, zusammen mit Mama oder Papa, Oma oder Opa zu singen. Die Gehirnforschung besagt, dass Singen im Gehirn einen wirkungsvollen Cocktail von Glücksbotenstoffen und Bindungsgefühlen freisetzt. Was an Weihnachten ja nicht das Schlechteste ist. Zur Beruhigung für alle, die meinen, sie hätten keinerlei Fähigkeiten zu singen: Kinder überhören großzügig ein paar unreine Töne, zumal sie selbst ja oft noch längst nicht sattelfest in der Melodie sind. Außerdem darf beim Singen auch mal gelacht werden. Die Autorin dieser Zeilen erinnert sich an etliche Weihnachtsabende, bei denen irgendwann alle prustend das Singen unterbrechen mussten, weil unser Vater es mit dem Text nicht allzu genau nahm – ohne es allerdings selbst zu bemerken. Aus dem „holden Knaben im lockigen Haar“ wurde da schon mal der „holde Knabe im zottligen Haar“. Aber selbst die gelegentlichen Heiterkeitsausbrüche taten der Feierlichkeit keinen Abbruch, die wir ohne das gemeinsame Singen an Heilig Abend nie erreicht hätten – und die dieses Abend Jahr für Jahr zu einem ganz besonderen Ereignis werden ließ.

Ach, da schieben wir einfach eine CD ein

Viele Familien spielen heute lieber ein CD mit Weihnachtsliedern ab, als selbst zu singen. Geht auch. Ist für Kinder aber längst nicht so schön und mitreißend, wie selbst mit der Familie zu singen. Außerdem anstrengender, denn erwachsene Mitsängerinnen und Mitsänger können Pausen einlegen, wenn bei den Knirpsen die Luft ausgeht, sie können spontan mit einer Liedzeile neu einsetzen, Strophen wiederholen und sie können sich auf die hohe Stimmlage aller Kinder einstellen. Verlangen Sie das alles mal von einer CD!

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